Code of Conduct am Institut für Trauma und psychische Gesundheit: Unsere Haltung für ein respektvolles Lernumfeld
Unser Code of Conduct beschreibt die Haltung, mit der wir Aus- und Weiterbildung im Bereich Trauma und psychische Gesundheit gestalten: respektvoll, diskriminierungsfrei, sensibel und professionell. Er schafft einen sicheren Rahmen für Lernen, Austausch und persönliche Entwicklung.
Gerade in der Arbeit mit Trauma und psychischer Gesundheit kommt es nicht nur auf Fachwissen an, sondern auch auf die Haltung, mit der Menschen einander begegnen. Deshalb verstehen wir unseren Code of Conduct nicht als formale Sammlung von Regeln, sondern als Ausdruck unserer Werte und unseres professionellen Selbstverständnisses. Er beschreibt den Rahmen, in dem Lernen, Austausch und persönliche Entwicklung bei uns stattfinden sollen.
Für uns bedeutet das zunächst, dass jeder Mensch mit Würde, Respekt und Achtsamkeit behandelt wird – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sozialem Hintergrund. Unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven begreifen wir nicht als Störung, sondern als Teil eines offenen und lernförderlichen Miteinanders.
Diskriminierende, rassistische, antisemitische, sexistische, queerfeindliche, extremistische oder anderweitig menschenfeindliche Äußerungen und Handlungen haben in unseren Veranstaltungen keinen Platz. Wir möchten Räume schaffen, in denen Offenheit möglich ist, ohne dass Grenzen verletzt oder Menschen abgewertet werden. Dazu gehört auch, weltanschauliche und religiöse Vielfalt zu achten und niemanden aufgrund seines Glaubens oder Nicht-Glaubens auszugrenzen.
Ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses ist der offene und reflektierte Dialog.
Unterschiedliche Meinungen, Erfahrungen und fachliche Perspektiven dürfen sichtbar sein und sind ausdrücklich willkommen. Gleichzeitig gilt für uns: Meinungsfreiheit endet dort, wo die Würde anderer verletzt wird. Kritik und Diskussion sollen sachlich, respektvoll und verantwortungsvoll geführt werden.
Besonders in trauma- und gesundheitsbezogenen Kontexten braucht es Sensibilität, Selbstreflexion und professionelles Verhalten. Wir erwarten von allen Teilnehmenden einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Themen und den Erfahrungen anderer. Einschüchterung, aggressive Kommunikation, Grenzüberschreitungen oder bewusst verletzendes Verhalten stehen dem entgegen und sind mit unserem Verständnis von professioneller Zusammenarbeit nicht vereinbar.
Ebenso wichtig ist für uns der Schutz eines sicheren Lernraums. Persönliche Inhalte und sensible Informationen, die in Seminaren oder Ausbildungsgruppen geteilt werden, behandeln wir vertraulich. Vertrauen, Diskretion und respektvolle Kommunikation sind für uns zentrale Voraussetzungen dafür, dass Lernen und Entwicklung in einem geschützten Rahmen stattfinden können.
Unser Code of Conduct ist deshalb mehr, als eine formale Orientierungshilfe.
Er macht sichtbar, wofür wir stehen und welche Haltung wir in unseren Aus- und Weiterbildungsformaten gemeinsam tragen möchten. Wo diese Grundsätze verletzt werden, behalten wir uns vor, angemessen zu reagieren – von einem klärenden Gespräch bis hin zum Ausschluss aus einer Veranstaltung. Denn ein sicherer und wertschätzender Rahmen entsteht nicht von selbst, sondern durch gemeinsame Verantwortung.



