Umgang mit Verdacht auf sexualisierte Gewalt, speziell für Physiotherapeut*innen
Teil 1 Grundlagen (5UE) und Teil 2 Vertiefung (5UE)
Diese kurze Grundlagen-Fortbildung soll dazu dienen, Sie als Physiotherapeuten*in einerseits auf Anzeichen zu sensibilisieren und erste Schritte einer hilfreichen Intervention zu gestalten, aber auch andererseits einen grenzwahrenden Umgang in der Behandlung von eventuell betroffenen Kindern und Jugendlichen zu erlangen.
In Teil 2, der Vetiefung, werden wir uns ausführlicher mit dem Reagieren und Handeln auseinandersetzen, damit weitere Schritte einer hilfreichen Interventionskette entstehen.
Teil 1: Sexualisierte Gewalt – dieses Thema ist sehr dynamisch und stellt für viele Fachkräfte irgendetwas Unfassbares oder Unbenennbares dar. Wenn wir während einer Behandlung sexualisierte Gewalt vermuten oder uns direkt davon berichtet wird, kann es sein, dass wir zuallererst einmal überfordert sind.
Natürlich werden Sie auch Verständnis für die eigene Fassungslosigkeit erhalten. Die hat meist etwas mit der allerersten Reaktion ‚Bagatellisierung und Dramatisierung‘ zu tun und ist eine Überlebensreaktion. Dieser ersten Reaktion können Sie mit Handlungskompetenz, Fachwissen und Stabilisierung begegnen.
Inhalte:
- Merkmale, Anzeichen, Zahlen und Fakten
- Unterscheidung von sexualisierte Gewalt
- Erste Schritte einer grenzwahrenden Intervention
Teil 2: Laut Dunkelfeldforschungen hat ja mindestens jede*r siebte Erwachsene sexualisierte Gewalt in der eigenen Kindheit erlebt und diese zu über 25% im familiären Umfeld. Deswegen möchte ich Sie auf Täter*innen-Strategien aufmerksam machen und Sie auf Elterngespräche vorbereiten.
Vielleicht haben wir ausreichend Zeit für mitgebrachte und vergangene Situationen/Fälle, anhand derer wir einen Handlungsplan erproben können.
Inhalte:
- Täter*innen-Strategien
- Elterngespräche
- weitere Handlungsmöglichkeiten
- Übertragungen
Merkmale, Anzeichen, Auswirkungen von sexualisierte Gewalt, Täter*innen-Strategien und den Unterscheidungen innerhalb der sexualisierten Gewalt, Handlungsplan erstellen, traumasensibler Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen.

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